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Tag 24

Heute frage ich fremde Menschen etwas.

Vielleicht hast du schon bei der gestrigen Challenge ein Gefühl der Verlegenheit bekommen? Wir sind verlegen, und wenn das Gefühl stärker ist, sprechen wir da von Scham, wenn wir glauben, dass wir uns sozial unangemessen verhalten. Nachdem das "in die Augen schauen" bei uns nicht mehr bei allen üblich und gewohnt ist, können solche Gefühle dann auftreten. Hinter dem Scham steckt also die Angst; Angst schlecht aufzufallen, die Angst abgewiesen zu werden, die Angst belächelt zu werden usw.

Heute zeigen wir diesen Ängsten erneut, dass sie da sein dürfen, aber wir nehmen ihnen die Kraft.

 

 

Mutig I:: Ich frage heute fünf Personen um die Uhrzeit oder um den Weg. Einfach so Menschen anzusprechen kann für viele schon eine große Herausforderung sein und das ist normal. Wir sind eher so geprägt, dass wir alleine alles hinbekommen. Und auch gesellschaftlich gibt es eher einen Trend in Richtung Individualismus statt Gemeinschaft. Wenn dir bei dieser Challenge deine innere Stimme also sagt: "Ui, einfach so fremde Leute ansprechen, da muss ich mich ordentlich überwinden.", dann gut so, nimm der darunterliegenden Angst die Kraft und tu es einfach - es wird immer leichter und du wirst immer mutiger werden!

 

Mutig II: Das ist wirklich mutig, weil auch das macht man ja nicht einfach so… Diese Challenge baut auf gestern auf. Hattest du bei einem Augenkontakt das Bedürfnis etwas zu sagen? Kam da vielleicht so was wie: Warum hat sie/er so strahlende Augen? Geht’s der/dem gut? Was ist wohl ihr/sein Job? Frag einfach. Ok, das ist nicht einfach, ich weiß! Aber was kann schlimmsten Fall passieren? Nein, dürfen sie nicht fragen. Ok, dann halt nicht. Warum interessiert sie das? Weiß ich auch nicht, ich habe mich das gerade innerlich gefragt und hab mir gedacht, dann frag ich halt wirklich… Schlimmstenfalls entsteht ein Gespräch mit einem Menschen, das sonst nie passiert wäre… Und genau solche Ausbrüche aus unserem Gewohnten machen uns mutiger! 

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